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Winterschutz, Pflanz und Pflegeanleitung 

 

Winterschutz von Palmen:

Palmen in den Garten frei auspflanzen. Die Frosttoleranz bei Palmen ist weitaus größer als man glaubt. Einige wenige Palmen, kann man in Deutschland wo milderes Klima herrscht auspflanzen. Bei kälteren Gebieten ist das frei auspflanzen auch möglich, aber nur mit starkem Winterschutz. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr zur Eingewöhnungszeit einer gesamten Vegetations- Periode. .Jungpflanzen sind frostempfindlicher als ältere und sollten womöglich im Kübel gehalten werden. 1. Standortauswahl (Sonnig, Südseite, sandiges Substrat. 2. Leichter Winterschutz: (mit Stroh- oder Schilfmatten einbinden.) 3. Mittlerer Winterschutz: Ausheben der Erde nach Größe des Wurzelstockes, 5cm Hartschaumplatten an die Aushubwände geben, aber nicht am Lochboden. Befestigen Sie dann ein Dachrinnenheizkabel spiralenförmig an den Hartschaumplatten und setzen dann die Palme mit einem gut drainierten Substrat ein. Mit Rindenmulcher ca. 20 cm dick abdecken und mit Stroh- oder Schilfmatten einbinden. Heizdraht erst einschalten bei Gefahr des Wurzelstock Frierens. 4. Starker Winterschutz: (Empfehlenswert) Gleiches Einpflanzen wie Mittler Winterschutz, Palme an den Blattstielen zusammen binden und 4 Stück Dachlatten leicht angespitzt im gleichen Abstand um die Palme im Rechteck 25 cm in die Erde schlagen. Mit einem Gurtband über Kreutz mit der Palme am oberen Stamm verbinden, dann mit 3-5cm starken Hartschaumplatten um und auf die Palme mit Schrauben befestigen. Der Seitenwandabstand von den zusammen gebundenen Blättern sollte 20 cm und die Abdeckung 10cm betragen. Nach der Fertigstellung des Kastens im Durchmesser von 10-20 cm ein Loch im unterem und oberen bereich an der Seite herausschneiden. Die herausgeschnittenen Deckeln mit je einer Schraube in die Mitte bisschen reindrehen und als Lüftungsdeckeln verwenden. Bei Tagen die mild sind, die Lüftungsdeckeln heraus ziehen.


 Das richtige Substrat beim Umtopfen.
Tropische Palmen aus den Regenwäldern bevorzugen leicht saure  Erde, und Palmen aus trockenen Gebieten gedeihen sowohl in saurer als auch in alkalischer Erde. Das Substrat ist für die Pflanzen ein Wasser und Nährstoffspeicher, wo durch die meisten Arten in normaler Einheitserde auch sehr gut gedeihen. Das Gemisch der  Einheitserde sollte aus 2/4  Torf , 1/8 Sand , 1/8 Lehm und Styroporflocken zur Lockerung ausreichen. Bei sehr jungen Palmen die umgetopft werden müssen, ist es wichtig dass diese ein sehr lockeres Substrat erhalten. Das ist möglich wenn  der Einheitserde mehr Torf zumischt wird. Bei älteren Palmen ist dies mit mehr Lehmanteilen und Komposterde  zu bewerkstelligen. Desto Älter die Palme ist desto mehr Lehmanteil, den der Lehm ist sehr Fruchtbar und gibt den Palmen eine gute Standfestigkeit. Auch der Sand ist wichtig führ den Zellaufbau, und besonders zu beachten ist die Drainage wegen der Staunässe. Gegen die Staunässe sollte man in den Topfboden Tonscherben, Steine oder Tongranulat ca. 3cm verwenden. Das Umtopfen sollte wenn möglich nur im Frühjahr geschehen, so das sich die Palme von dem Schock erholen kann und sich im laufe des Sommers zu einer Pracht entwickeln kann. Das Umtopfen in einen größeren Topf sollte auf keinen fall in zu großen Topf geschehen, da die Palme im Wachstum gehemmt wird und für Wurzelfäulnis grade zu vorprogrammiert wird. Ebenfalls sollte der Topf genügend große Löcher am Boden aufweisen das das Wasser gut ablaufen kann.

 - Brahea
Die Gattung „Brahea“ ist mit 16 Arten in Baja California, Mexiko und in Mittelamerika vertreten. Viele Arten der alten Gattung „Erythea“ werden heute „Brahea“ zugeordnet. Es handelt sich vorwiegend um einzelstämmige Palmen mit grossen Fächerblättern. Die großen Fächerblätter werden von den Einheimischen häufig zum Dachdecken verwendet. Die Palmen der Gattung „Brahea“ sind sehr anpassungsfähig und wachsen deshalb auch noch sehr gut in den gemäßigten Zonen. Sie lieben einen vollsonnigen Standort und einen gut drainierten Boden. Es ist wichtig, dass sie trocken in den Winter gehen, da sie sonst sehr schnell von Herzfäule befallen werden. Da sie nur bei hohen Temperaturen wachsen, wäre es ein großer Rückstand im Leben einer „Braheaart“, wenn sie Herzfäule bekommt im Winter. Denn dann braucht sie für einen Fächerausgleich wieder etwa 3 Jahre. Einzelpflanzen können fertile Samen ausbilden, welche problemlos nach 2-12Monaten keimen werden.

- Butia
Die Gattung „Butia“ ist mit 8 Arten in Südamerika vertreten. Die meisten Arten wachsen in offenem Gelände, also Savannen usw. Es sind kräftige einzelstämmige Palmen mit bogig herabhängenden Fiederblätter. Die meisten „Butias“  gedeihen auch noch gut in gemäßigten Klimazonen in durchlässigen Böden in der Sonne. Einzelpflanzen könne fertile Samen ausbilden, welche schwer zum keimen bringen sind. Um die Keimung zu verbessern, kann man die Samenschale knacken. Manchmal kommt es zur Hybridisierung mit Jubaea chilensis und Syagrus. In einer Frucht befinden sich 1 bis 3 Samen.

- Chamaerops
Die Gattung „Chamaerops“ beinhaltet nur eine Art, aber meherer Variationen. Die zwei wichtigsten sind  C. humilis var. cerifera und C. humilis var. vulcano. Es sind meistens mehrtämmige Palmen, Chamaerops humilis var. elatior bildet aber keine Ausläufer und ist somit einstämmig. Die Gattung Chamaerops ist im westlichen und mittleren Teil des Mittlemeeres bis zum Balkan verbreitet, Nordafrika eingeschlossen.

- Jubaea
Die Gattung Jubaea hat nur eine Art, nämlich Jubaea chilensis. Sie ist in Chile heimisch, wo sie in Waldungen und auf Felsrücken gedeiht. Sie ist mittlerweile sehr seltengeworden, weil sie zur Wein- und Zuckergewinnung geschlagen wird. Sie hat den dicksten Stamm der Palmen, nämlich bis zu 1.8m im Durchmesser! Leider fängt sie erst mit 15 Jahre einen Stamm an zubilden. Sobald sie Blühfähiges alter erreicht hat was nach 60 Jahren der Fall ist, beginnt ihr Stamm dünner zuwerden. Ihre grosse Krone besteht aus bis 4m langen Wedel, wenn sie abfallen lassen sie einen glatten Stamm zurück.  Die Samen sehen aus wie Minikokosnüsse, die um die Keimung zu verschnellern geknackt werden können. Die Keimung dauert dann etwa 2-5 Monate. Dies ist aber nicht zu Empfeheln, da sie nachdem Keimen fast immer Faulen. Also lieber die Hände davon lassen! Sie benötigen, um gut gedeihen zu können einen gut durchlässigen Boden und einen Standort in voller Sonne.


- Nannorrhops
Die Gattung Nannorrhops beinhaltet eine Art, aber viele verschiedene Formen bzw. Varietäten. Es gibt nämlich Nannis welche grüne, siberne und bläuliche Fächer besitzen. Diese kommen dann aber auch an verschiedenen Regionen in Afgahnistan und Pakistan vor. Es gab früher auch mal 4 Arten in der Gattung sie wurden dann aber wieder als eine Art angesehen. Es gibt auch bei der Frosthärte unterschiede: Die grüne Form ais Afgahnistan kann  -26°C vertragen, die silberne Form aus Pakistan verträgt nur -9°C und ist somit für eine Auspflanzung in Mitteleuropa nicht geeignet.

- Parajubaea
Bei Parajubaea torallyi var. torallyi handelt es sich um eine hochstämmige schnellwachsende Palme die nahe mit Jubaea chilenis verwandt ist. Sie hat grosse Ähnlichkeit mit der Kokospalme(Cocos nucifera) ist aber nicht so anspruchsvoll wie diese.
Sie mag schon von Klein auf volle Sonne und auch etwas Trockenheit, wächst aber bei regelmässigen Wassergaben schneller. Ihre Frostverträglichkeit muss erst noch richtig getestet werden, aber wahrscheinlich wird sie für Mitteleuropa nicht ganz ausreichen.

- Phonix
Die Phoenix canariensis oder Kanarische Dattelpalme ist eine Fiederpalme, deren Heimat die kanarischen Inseln (nomen est omen) sind. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 15 m und besitzt einen auf der Oberfläche rauhen Stamm. Sie ist der wohl bekannteste Vertreter der Fiederpalmen und die meistverkaufte Kübelpalme. Alte Exemplare besitzen einen sehr dicken Stamm und darüberhinaus eine von unzähligen Wedeln gebildete Krone. Sie wird ausschließlich als Zierpflanze kultiviert. Die goldgelben Früchte sind zwar nicht giftig aber deutlich kleiner als die Datteln der Phoenix dactylifera und haben keinen guten Geschmack. Sie gelten deshalb als ungenießbar.

- Rhapidophyllum
Rhapidophyllum hystix, die Nadelpalme, ist eine niedrigbleibende, extrem frostharte Schirmpalme, die meistens wie z.B. Chamaerops humilis Ausläufer bildet und so den Anschein einer Palmgruppe erweckt. Der Stamm wird oft nur 1 m hoch (in seltenen Fällen 2 m) und ungefähr 10 cm dick und ist von dunklen Fasern bedeckt, zwischen denen unzählige spitze Nadeln (daher der Name) sitzen. Dadurch wirkt der Stamm optisch deutlich dicker als er wirklich ist. Die Blätter sind bis fast an die Blattbasis eingeschnitten und oft an der Unterseite silbrig schimmernd. Die Heimat von Rhapidophyllum hystix ist der Südosten der USA, wo sie in Wäldern an feuchten Stellen wächst. Ihre Blätter kann man leicht mit denen andere Schirmpalmen verwechseln, aber der kurze, mit Nadeln versehene Stamm ist einzigartig. Die Frostresistenz der Nadelpalme ist legendär, weshalb sie eine gesuchte Spezies ist. Ausgepflanzte Exemplaren sagt man eine Frosthärte von bis zu -25 °C nach, die zumindest auf dem Papier nur noch von einer einzigen Palme (Nannorrhops ritchiana) geringfügig überboten wird. Wer eine Palme zum Auspflanzen im Garten sucht, wird hier erstklassig bedient. Leider ist sie aber sehr selten und wegen des langsamen Wachstums ziemlich teuer. Sie ist eine der am langsam wachsenden Palmen überhaupt.
 

- Sabal
Die Sabal palmetto ist eine der Washingtonia nicht unähnliche Palme, die in Mittel- und Südamerika beheimatet ist. Diese Schirmpalme erreicht eine Höhe von bis zu 25 m. Der graue, glatte Stamm ist von Pflanze zu Pflanze stark unterschiedlich dick und kann einen Durchmesser von bis zu einem halben Meter erreichen. Die großen Blätter sind bis gut zur Hälfte eingeschnitten, wobei die Fiederblätter ein wenig schlaff herunterhängen. Im Vergleich zu den Washingtonias sind sie matter und ein wenig dunkler mit einem Stich ins Graubläuliche, zudem besitzen die Blattstiele keine Dornen, und die Blätter fallen nach dem Verdorren ab. Dabei werden die alten Blattbasen, die noch eine Weile hängen bleiben, in zwei Teile gespalten.

- Serenoa
Serenoa repens (Sägepalmetto, Sägezahnpalme) Herkunftsland: Nordamerika Kälte resident bis: -12° Maximale Wachstumshöhe: 3m Vermehrung: Samen Standort: sonnig Wasserbedarf: mäßig Nährstoffbedarf: gering Luftfeuchtigkeit: mittelmäßig Beschreibung: Diese sehr langsam wachsende, Tuffbildende Fächerpalme eignet sich auch in unseren Breiten gut als Garten und Kübelpflanze. Mit ihren blau bis gelbgrünen Blätter die mit einer Wachsschicht bedeckt sind, hat sie bis zu 1m lange Blattstiele. Sie hat einen verzweigten, meist unterirdischen Stamm und liebt einen gemäßigten sonnigen Standort . Altere Pflanzen sind sehr widerstandsfähig, und kleinere vertragen schon volle Sonne.

- Trachycarpus
Die Hanfpalme ist eine sehr robuste, eher langsamwachsende Palme, die dort beheimatet ist, wo man Palmen kaum vermutet, nämlich im asiatischen Hochgebirge bis zu 2500 m über dem Meeresspiegel. Sie erreicht eine Höhe von über 10 m. Der Stamm ist mit braunen Fasern bedeckt, die im Laufe vieler Jahre langsam abfallen. Deshalb ist bei ausgewachsenen Exemplaren der obere Teil von Fasern bedeckt, während der unterste Teil "nackt" ist. Die Blätter dieser Schirmpalme sind kräftig und stabil sowie bis an die Blattbasis eingeschnitten. Sie knicken durch Windeinwirkung leicht ab und hängen dann an den Spitzen herunter. Abgestorbene Blätter bilden wie Washingtonias oft einen "Pettycoat", wenn sie nicht abgeschnitten werden. Man kann Trachycarpus fortunei leicht mit der Zwergpalme (Chamaerops humilis) verwechseln, weshalb man sie früher fälschlicherweise sogar zur gleichen Gattung zählte. Daher rührt der heute immer noch gebräuchliche aber eigentlich falsche Name Chamaerops excelsa für die Hanfpalme. Die Blattstiele sind glatt oder ganz leicht gezackt (vgl. Zwergpalme: stark bedornt).

- Trithrinax
Eine nur wenig bekante, langsam wachsende Palme die aus Südamerika stammt und einigen bis 2m hohen Stämmen im Horst oder einen einzelnen  Stamm  ausbildet. Die Blätter sind auf der Oberseite wollweiß und auf der unteren leuchtend grün. Die Stämme sind mit Fasern bedeckt wo Stacheln wie Nadeln heraus stehen.