- Licht
Viel Licht und Luftfeuchtigkeit, hohe Temperaturen notwendig. Für die meisten Palmen sind 1500 - 2000 Lux noch hinnehmbar. Regelmäßig mit kalkarmem, lauwarmen Wasser besprühen. Ganzjährig im Zimmer platzieren, einige Arten können auch ab Mi 5 auf die Terrasse umziehen. Topferde überwachen, sie darf niemals austrocknen. Sie sollte bestehen aus einem Gemisch von Holzkohle, Kompost, Lehm, Sand. Immer durchdringend gießen, das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer entfernen. Wenn sie nicht regelmäßig gegossen werden, werden sie krank oder sterben ab. Regelmäßig, aber mäßig düngen, während der Ruhezeit aussetzen. Direkte Sommersonne kann zu dunkleren Blattflecken führen, deshalb müssen die meisten Arten an Ost- bzw. Westfenster platziert werden. Die Temperatur darf 15° nicht unterschreiten. Die Töpfe klein halten, die Pflanze selten verpflanzen.Im Winter für genügend Luftfeuchtigkeit sorgen (Spinnmilbengefahr). Mit warmem Wasser übersprühen. Beim Umtopfen nicht die Wurzeln beschädigen. Erde anpressen. Wenig gießen, nicht düngen. 8 - 12°.Vermehren durch Samen bei 24° und feuchtwarmer Luft. Falls die Palme an das Dach stößt, muss man sie umpflanzen, da der einzige Wachstumsfaktor an der Stammspitze hängt. Für Schatten (Nordfenster) geeignet: Bergpalme, Kentiapalme, Solitairepalme, Steckenpalme, Zwergdattelpalme.
-Wasser
Nach einer Pflanzung sollte die Palme sehr gut angegossen werden damit sie keine Probleme beim Anwachsen hat. Auch danach sind vor allem von Juni bis August Wassergaben sehr wichtig. In den andern Monaten kann darauf verzichtet werden, da der Boden sowieso genügen Feuchtigkeit vom Regen enthält, und auch die Palmen wegen den niedrigen Temperaturen nicht schnell wachsen. Außerdem ist im Winter ein trockener Standort von Vorteil. Nach etwa 3 Jahren hat die Palme aber ein so großes Wurzelsystem gebildet, dass man auf Wässern verzichten kann.
- Luftfeuchtigkeit
Was sich sehr schön zu Kentia- und Arecapalme gesellt, ist der auch etwas exotisch aussehende Kaffeebaum. Passende Blühpflanzen wären Orchideen, die sich ebenfalls bei 16 bis 20 Grad sehr wohl fühlen, empfiehlt Alfred Thiele. "Wenn Sie die heutigen neuen Züchtungen haben - diese ganzen Klone, die wir haben – die blühen fast zwei bis drei Monate durch, man schneidet sie leicht zurück und dann bringen sie noch mal einen Flor, also das funktioniert sehr gut. Da muss man halt wieder darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit stimmt." Achten Sie dafür darauf, dass es immer mindestens 16 Grad hat, stellen Sie Ihre Orchideen zu einer kleinen Blüteninsel zusammen und sprühen Sie sie ein- bis zweimal am Tag mit Wasser ein.
Bis zum Februar ist auch der Weihnachtsstern eine schöne Blühpflanze, die sich bei warmen Temperaturen ebenfalls wohlfühlt. Wenn Sie ihn in weiß wählen, passt er vielleicht schöner zu den exotischen Palmen.
Warum Luftfeuchte so wichtig ist
Neben Wärme und Licht ist Luftfeuchte ein wichtiger Wachstumsfaktor. Alle Blätter besitzen unzählige Spaltöffnungen, durch die sie ständig Wasser verdunsten. Je trockener die Luft ist, um so höher ist die Transpiration. Bei aufgedrehter Heizung, aber auch bei Sonne, nimmt die Verdunstung in den Blättern zu. Das verdunstete Wasser muss ersetzt werden, es wird von den Wurzeln aus in Spross und Blätter transportiert. Bei tropischen Palmen, die trockener Luft nicht angepasst sind, geht das oft zu langsam. Anhaltende Lufttrockenheit kann daher ihrer Gesundheit schaden und sie anfällig für Schädlinge und Krankheiten machen .
- Boden und Substrat
Wenn Sie eine Palme kaufen, wächst Sie meistens in einem für sie geeigneten Pflanzsubstrat. Darin kann sie solange bleiben, bis die Wurzeln aus den Abzugslöchern herauswachsen. Dann wird es Zeit zum Umtopfen. Das neue Substrat sollte für die allermeisten Palmen ein leicht saures Verhalten haben; es gibt nur sehr wenige Palmenarten, die nach alkalischem Substrat verlangen. Am leichtesten bewirkt man dies durch Verwendung von Torf. Torf alleine bietet jedoch kaum Nährstoffe. Deshalb muß man Kompost untermischen. Damit die Palme guten Halt findet und inclusive Topf einigermaßen standsicher ist, sollte man lehmige Gartenerde zusetzen. Die Zusammensetzung ist nicht sehr kritisch: Nichts falsch machen können Sie, wenn Sie von allem die gleiche Menge nehmen. Dem Ganzen sollten Sie nicht zu feinen Sand oder Quarzsplit beimengen. Einerseits macht dieser das Substrat lockerer, andererseits benötigen viele Palmen Silikate für den Zellaufbau. Wenn Sie wollen, können Sie zusätzlich organischen Dünger wie z.B. Hornspäne oder Guano untermischen. Großen Kübelpflanzen sollte man mehr Gartenerde zusetzen, um vor allem das Gewicht und damit die Standfestigkeit zu erhöhen.
Wählen Sie zum Umtopfen ein Pflanzgefäß, das nur wenig größer als das ursprüngliche ist, damit nicht das gesamte Wachstum nur in die Wurzeln geht. Füllen Sie zuerst ein 1-2 cm hohe (bei hohen Kübeln mehr) Drainageschicht bestehend aus kleinen Steinen, Blähton o.ä. ein; dies ist sehr wichtig! Da sie Wurzeln ein luftiges Substrat benötigen, mischen Sie am besten in ausreichender Menge Styroporkügelchen, Blähton oder andere luftige Füllstoffe unter einen Teil des vorbereiteten Substrats und füllen sie damit das neue Pflanzgefäß um die Palme herum bis zu ca. 3/4. Da dieses mit diesen Stoffen angereicherte Substrat optisch nicht sehr ansprechend ist, können Sie den Rest mit dem nichtangereicherten Substrat auffüllen. Anschließend wird leicht angegossen und die Palme keinen besonderen Belastungen ausgesetzt, bis sie angewachsen ist.
Die beste Umtopfzeit ist im Frühjahr. Im Winterquartier darf keinesfalls umgetopft werden, da sonst die Pflanze zum Wachstum angeregt wird, obwohl die Umgebungsbedingungen alles andere als optimal sind. Gleiches gilt für den Spätherbst: Unnötige Wachstumsimpulse müssen vermieden werden. Dies gilt natürlich nicht für solche Zimmerpalmen, die auch im Winter erkennbar wachsen; diese kann man ohne Schaden jederzeit umtopfen.
Auf den Kauf von sogenannten Spezial-Substraten können Sie übrigens guten Gewissens verzichten. Denn diese bestehen meistens nur aus Torf mit geringen Nährstoffbeimengungen und ggf. Füllstoffen. Sie sind in reiner Form sowieso höchstens für kleinere Pälmchen geeignet. Mischen Sie besser reinen Torf, der zudem erheblich preisgünstiger ist, mit Kompost, Gartenerde, Sand und ggf. Füllstoffen. Diese Mischung ist für fast alle Palmen geeignet.
- Nährstoffe
Erde beeinflusst die GesundheitIn der lichtarmen Jahreszeit kann man mit künstlichen Lichtquellen nachhelfen. Aber dafür muss man sich genau erkundigen. Denn es gibt viele angebotene Lichtquellen für Pflanzen in den Geschäften, die für das Pflanzenwachstum nicht geeignet sind. Wie für alle Pflanzen spielt die Erde natürlich auch bei Palmen eine wichtige Rolle. Sie reguliert die Wasserführung, regelt den Luft- und Mineralstoffwechsel und beeinflusst durch die Bodenreaktion die Gesundheit der Pflanze. Handelsübliche, torfhaltige Erde ist für den unerfahrenen Hobbygärtner die schlechteste Wahl. In den Händen eines Profis sieht das ganz anders aus. Blumenerde verzeiht Gießfehler nur ganz schwer, Torferde ist immer sauer. In der Natur wachsen Palmen oft auf Tonböden, landläufig "schwere Böden" genannt. Diese haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit lange zu speichern und viele Mineralstoffe frei zu setzen. Je nach Art des Tones können sie sauer oder alkalisch reagieren, sie sind in ihren Eigenschaften ausgeglichener als Torferde.
Zehn goldene Düngeregeln
· Lieber öfter und schwächer konzentriert als seltener und stark düngen.
· Nie den Dünger auf einen trockenen Wurzelballen geben. Sonst verbrennen die Wurzeln.
· Nie in praller Sonne düngen. Sonnenbrandgefahr!
· Beim Düngen die Blätter nicht benetzen.
· Nicht ins "Herz" einer Palme düngen
· Im Winter nur düngen, wenn die Palme hell und warm steht.
· Neu gekaufte oder frisch umgetopfte Palmen erst zwei Monate später erstmals düngen.
· Düngestäbchen an den Topfrand stecken, um Wurzelhalsschäden zu vermeiden.
· Langzeitdünger und ?granulate beim Umtopfen in die Erde einarbeiten.
· Die Häufigkeit der Düngung dem individuellen Wachsturnsrhythmus der Palme anpassen.
· Wichtig: Das Durchspülen des Substrats. Da Palmen seltener als andere Zimmerpflanzen umgetopft werden, empfiehlt sich dies einmal jährlich. So wird's gemacht: Palme in die Badewanne stellen. Normales Leitungswasser ganz langsam durch das Substrat rinnen lassen ? mindestens die dreifache Menge des Topfvolumens, mehr ist noch besser. Danach ist die Erde frei von überschüssigen und schädigenden Salzen, und man kann erneut düngen. Beste Zeit für diese Wasserkur: das Frühjahr. Sie ist nicht nötig, wenn Sie ohnehin umtopfen müssen.
-Umtopfen
Anzeichen fürs Umtopfen
Zeit zum Umtopfen wird es, wenn
· der Wurzelballen den Topf sprengt,
· der Topfballen sich nach oben schiebt,
· die Erde völlig durchwurzelt ist und sich am Topfboden eine Wurzelspirale gebildet hat,
· die Erde schimmelig oder muffig riecht,
· die Erde durch zu hohe Düngergaben und hartes Wasser "versauert" ist,
· die Palme Wurzelschäden hat .
Die richtige Jahreszeit
Die beste Zeit zum Umtopfen ist der Frühling. Ab Ende Juli sollte nicht mehr umgetopft werden, da die Pflanze bis zur dunklen Jahreszeit noch Zeit braucht, um neue Wurzeln zu bilden.