Zimmerpalmen
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exoten Zu den Exotischen Pflanzen gehören Ananas, Avocado, Banane, Baumtomate (Tamarillo), Cherimoya, Feige (Ficus), Granatapfelbäume (Punica), Kaffee (Coffea arabica), Kaki, Litchi (auch Lychee oder Litschie), Mango, Olivenbäume, Papaya, Physalis, Strelitzien und Tamarindenbäume sind exotische Pflanzen.
Die Ananas (Ananas comosus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Sie ist ursprünglich in Amerika heimisch und wird heute weltweit in den tropischen Gebieten als Obstpflanze angebaut. Sie bildet fleischige Fruchtstände, die frisch verzehrt oder zu Konserven oder Saft verarbeitet werden. Das Wort Ananas entstammt der Bezeichnung naná der Frucht in der Guarani-Sprache. Das Art-Epitheton comosus stammt aus dem Lateinischen und comosus bedeutet schopfig, was auf den Blattschopf am oberen Ende des Fruchtstandes anspielt.
Die Avocado (Persea americana MILL., auch Persea gratissima) gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Während die Avocado noch vor 30 Jahren eher ein Luxusartikel war, hat sie inzwischen weite Verbreitung gefunden. Sie zeichnet sich unter den anderen Früchte durch einen hohen Gehalt an Nährstoffen und Ölen aus. Die Internationalisierung der Küche hat dafür gesorgt, daß man auch in Deutschland inzwischen viele Rezepte mit Avocados kennt. Alle heutigen Zuchtformen der Avocado stammen von den beiden Wildarten Persea americana und Persea nubigena ab, die beide im mittelamerikanischen Raum vorkommen. Die beiden heute meistverkauften Sorten tragen die Namen "Fuerte" und "Hass".
Die Bananen (Musa) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Bananengewächse (Musaceae) Bananen wachsen nicht an Bäumen, sondern an Stauden. Die steifen Blätter der großen Bananenpflanze liegen so dicht aneinander, dass sie wie ein Stamm aussehen. Im Unterschied zu einem Baum besteht dieser Stamm aber nicht aus Holz, es ist ein "Scheinstamm". Die Bananenstaude hat auch keine starken, verzweigten Wurzeln wie ein Baum, sondern nur feine. Nur einmal in ihrem kurzen Leben trägt eine Bananenpflanze Früchte und stirbt danach ab. Um sich zu vermehren bildet sie Schösslinge, die sich wieder zu großen Stauden entwickeln. Eine Bananenpflanze kann je nach Sorte bis zu 6 Meter hoch werden.
Die Baumtomate (auch Tamarillo genannt, botanisch Cyphomandra betacea) ist eine immergrüne baumartige Pflanze mit sehr großen Blättern. Baumartig bedeutet hier, daß der Stamm optisch wie verholzt wirkt und der Habitus einem Baum ähnelt. Genaugenommen bildet sich ein einzelner Trieb, der aufgrund seines Umfangs und Farbe nach wenigen Jahren einem Baumstamm gleicht, der diametral mit Blättern besetzt ist, die unten deutlich größer sind als oben. Eine Verzweigung mit Kronenbildung findet erst ab einigen Metern Größe statt. Durch Abbrechen des Triebes kann dies künstlich forciert werden, was zu empfehlen ist, falls die Platzverhältnisse beschränkt sind. Die Baumtomate erreicht frei ausgepflanzt eine Höhe von ca. 5 m; auch im Kübel werden nach wenigen Jahren 3 m erreicht. Die in Deutschland erhältlichen Tamarillos ähneln in Form und Farbe einer Roma-Tomate (längliche Form), sind jedoch spitzer. Ansonsten reicht die Farbpalette von Purpur bis Gelb. Es gibt auch längsgestreifte Früchte. Der Geschmack ist sehr eigentümlich und erinnert entfernt ebenfalls an eine Tomate. Nicht ganz ausgereifte Früchte schmecken angenehm süß-säuerlich, überreife Früchte hingegen eher unangenehm. Zu Tomaten bestehen keine botanischen Verwandtschaften, außer daß beide der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) angehören. Ihre Heimat liegt in Südamerika. Durch starken regelmäßigen Beschnitt, der in der Regel bei Kübelkultur jedoch ab und zu erforderlich wird, weil die Pflanze sonst sehr schnell zu groß wird, wird die Blütenbildung unterdrückt.
Die Cherimoya (Annona cherimola) (Quechua chirimuyu, „kalte Frucht“; in Südamerika und Spanien auch Chirimoya oder Churimoya) ist ein exotischer, immergrüner, tief verzweigter Baum oder Strauch von drei bis neun Metern Höhe. Als Wuchsort kommen Zitrusfruchtstandorte in Frage. Die Cherimoya ist heimisch in den Andenausläufern Südkolumbiens, Ecuadors und Nordperus und wächst dort wild in einer Höhe von 1500 bis 1900 Metern. Angebaut wird sie heute weltweit in allen Regionen mit geeignetem subtropischen Klima. So findet man diese Pflanze beispielsweise auf Madeira und in Israel. Sie wird teilweise aber auch in Spanien (z. B. Costa Tropical und Costa del Sol) angebaut, und in Italien in der Zone Reggio Calabria und Villa San Giovanni.
Der Feigenbaum (bot. Ficus carica) ist ein bis zu 10 m hoher Baum, der nicht nur im mediterranen Raum seiner wohlschmeckenden Früchte wegen angebaut wird. Die Äste wachsen schon unmittelbar über dem Boden diametral auseinander, so daß sich der Habitus eines Strauchs ergibt, der deutlich breiter als hoch ist. Die Blätter des Feigenbaums sind ledrig, relativ groß und sehen ähnlich wie eine Hand mit gespreizten Fingern aus. Die Rinde ist meistens hellgrau. Die Früchte sind in getrockneter Form wohl jedem bekannt. Vor allem um Weihnachten werden Feigen gehäuft angeboten. Die frischen, je nach Sorte gelblichgrünen oder tiefvioletten Früchte sind in einer gutsortierten Obsthandlung und teilweise auch im Supermarkt erhältlich. Panaschierte Früchte wie teilweise auf dem Bild (d.h. längsgestreift) sind in Obstläden absolut unüblich. Die Heimat von Ficus carica liegt in Westasien, der Feigenbaum ist aber vor allem im mediterranen Raum als Nutzpflanze weit verbreitet.
Granatapfelbaum (Punica granatum) Der Granatapfelstrauch oder -baum blüht knallrot und trägt essbare Früchte. Der Geschmack ähnelt dem von Johannisbeeren. Von Südosteuropa bis hin zum Himalaja streckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet. In unserer Klimazone ist die Zwergform "Nana" weitaus mehr verbreitet, als die bekanntere Art "Punica granatum". Sie ist von der Größe her erheblich kleiner, jedoch trägt sie mehr Früchte und blüht häufiger. Granatäpfel galten in Palästina vor 5000 Jahren als Symbol der Fruchtbarkeit.
Der Kaffee [aˈraːbikakaˌfeː] (Coffea arabica), auch Bergkaffee genannt, ist die wirtschaftlich bedeutendste Art der Gattung Kaffee. Der Arabica-Kaffee ist ursprünglich in Äthiopien beheimatet und wird im tropischen und subtropischen Raum in vielen Varietäten kultiviert. Die Pflanze ist ein bis zu 8 m hoch wachsender, reichlich beblätterter Baum. Die weißen, wohlriechenden Blüten sitzen dichte Knäuel bildend in den Blattachseln. Die Frucht ist eine Steinfrucht und in reifem Zustand meist rot gefärbt (Kaffeekirsche). Zur Gewinnung der Kaffeebohnen werden zwei Verfahren angewandt. Das trockene Verfahren liefert den sog. "Robusta-Kaffee", das nasse mit anschließender Fermentation die "milden" Kaffeesorten. Die so gewonnenen, geschälten Samen (grüner Kaffee) werden geröstet, dadurch erhält der Aufguss dann ein kaffeetypisches Aroma und Farbe. Medizinisch verwendet wird die Kaffeekohle, die durch stärkeres Rösten der trockenen Bohnen bis zur Verkohlung der äußeren Samenpartien und anschließender Vermahlung gewonnen wird. Pflegeanleitung: Standort im Sommer: Hell, aber ohne direkte Sonne. Ganzjährig im Haus oder Wintergarten. Standort im Winter: Hell bei 20 °C (+/- 5) °C. Kurzfristiges Temperaturminimum 8 °C. Pflege im Sommer: Achten Sie auf eine möglichst gleichmäßige Bodenfeuchte und auf eine Luftfeuchte über 70 %. Aufgrund des weichen Laubs ist der Bedarf im Sommer hoch. Der Nährstoffbedarf ist dagegen mäßig bis gering: Düngen Sie rund alle 10 Tage von April bis September mit flüssigem Volldünger. Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beibehalten und Blätter in beheizten Räumen, in denen die Luftfeuchte niedrig ist, gelegentlich mit Wasser besprühen. Schnitt: Es ist kein regelmäßiger Schnitt nötig, da Kaffee von Natur aus buschig und gut verzweigt heranwächst. Sollten kräftige Rückschnitt nötig sein, diese am besten im März/April vornehmen. Umtopfen: Kaffee muss in der Regel nur alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Hochwertige Kübelpflanzenerde ist ratsam, auch wenn sie etwas mehr kostet. Gute Erde zeichnet sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) aus, die sie locker und luftig hält. Kaffee liebt zugleich hohe Humusanteile und kommt mit Torf gut zurecht. Schädlinge: In der Regel schädlingsfrei, in sehr seltenen Fällen Befall mit Schildläusen im Winter. Verwendung: Ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder Wohnräumen. Familie: Rubiaceae Herkunft: tropisches Afrika Zone: 10-12 Temperaturminimum: 5 °C Überwinterung: 20 (±5)°C, hell Blüte: Sommer, weiß, duftend Früchte: Beeren mit Kaffeebohnen, Herbst/Winter Wuchsform: Strauch Höhe: 0,3-1,5 m Standort: halbschattig bis schattig Gießen/ Düngen: GANZ WICHTIG: nur mit kalkfreiem, weichen Wasser (Regen- oder abgestandenes Mineralwasser), immer gleichmäßige Ballenfeuchtigkeit, jeden Tag mit kalkfreien Wasser besprühen (wie bei einem tropischen Regenguss); Bei warmen Sommerregen gerne auch mal nach draußen stellen, das gefällt dem Kaffee sehr gut! Düngen mit organischem Dünger (alle 2 Wochen von April/ Mai bis September). Schädlinge: mir zumindest keine bekannt! aber es können auch Schildläuse auftreten! Überwinterung: weniger gießen, keine Zugluft, hohe Luftfeuchtigkeit (regelmäßig einsprühen), verträgt Temperaturen bis 15 °C, hell. Die Kaki, auch Honigapfel, Persimone oder Sharonfrucht genannt botanisch Diospyros kaki, ist ein Baum aus der Familie der Ebenholzgewächse, der eine Größe bis zu 10 m erreicht. Der Kakibaum ist von der Form her einem Apfelbaum nicht unähnlich. Seine Blätter sind mittel- bis dunkelgrün, lanzettförmig und etwa so breit wie lang. Die Heimat des Kakibaums liegt in Ostasien. Kakis werden aber mittlerweile in vielen Regionen kultiviert, die nicht zu kalt sind. Für mitteleuropäische Verhältnisse ist die Frostresistenz von Kakibäumen nicht ganz ausreichend, aber in milden Weinbauregionen ist eine Auspflanzung durchaus auch in Deutschland möglich. Die Früchte sind orange-rot, etwas größer als Fleischtomaten und sehen auch ähnlich wie Tomaten aus. Die Haupterntezeit ist September/Oktober. Ungewöhnlich ist, daß die Kaki-Früchte reif werden, wenn die Blätter des Baums bereits zum größten Teil abgefallen sind.
Litchis (Litchi chinensis) sind unter guten Bedingungen bis zu 10 m Höhe erreichende, hübsche aber langsam wachsende Bäume mit einem grauen Stamm. Die Blätter stehen paarweise zusammen und sind in Gruppen von 4 bis 8 Blättern angeordnet. Die Blätter sind ledrig und relativ dick. Neue Blätter sind zuerst rötlich und ändern erst mit der Zeit ihre Farbe nach sattgrün. Die kleinen, gelbgrünen Blüten bilden lange, oft nach oben stehende Rispen. Ihre Heimat liegt in Süd-China, wird mittlerweile jedoch weltweit kultiviert. In Deutschland angebotene Litchi-Früchte stammen oft aus Südafrika. Die Mango (Mangifera indica) ist eine häufig kultivierte Art der Mangos (Mangifera) und gehört zu den Sumachgewächsen (Anacardiaceae). Der Mangobaum (Mangifera indica) wird in den Tropen und Subtropen seiner wohlschmeckenden Früchte wegen kultiviert. Die immergrüne Mango wird in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von Indien bis Burma ca. 30 m groß (in Einzelfällen sogar 40 m), benötigt dafür aber viele Jahre, so daß allzu starker Wuchs in Kübelkultur nicht befürchtet werden muß, obwohl die Mango zu den eher starkwüchsigen Pflanzen zählt. Trotzdem kann der zur Familie der Anacardiaceae gehörende Mangobaum mehrere hundert Jahre alt werden. Die dunkelgrünen Blätter sind lanzettförmig ausgebildet, bei erwachsenen Pflanzen mindestens ca. 10 cm lang und mit einer dünnen Wachsschicht versehen, die einen Hochglanzeffekt ergibt. Bei einigen Arten sind neue Triebe und Blätter rötlich gefärbt. Die Blüten sind relativ klein und blaßgelb. Die Früchte sind je nach Sorte so groß wie eine Birne oder eine Grapefruit und im wesentlichen aus dem Handel bekannt. Es existieren 2 Arten von Mangobäumen, die indische und die philippinische. Die indische bringt gelb-rötliche Früchte hervor, während diejenigen der philippinischen Art auch im reifen Zustand grün bleiben. Beide Arten sind nicht nur auf die Herkunftsgebiete beschränkt.
Der Olivenbaum (Olea europaea) ist ein im Alter oft knorriger Baum, der im Mittelmeergebiet große Verbreitung findet und schon seit Urzeiten kultiviert wird. In alten Schriften wird er als Ölbaum bezeichnet. Der Olivenbaum gilt überdies als Symbol des Friedens (Taube mit Ölzweig). Olivenbäume sind eigentlich Nutzpflanzen, die der Oliven wegen in großem Umfang angebaut werden. Das Holz findet für kleinere Gebrauchsgegenstände Verwendung und ist aufgrund des langsamen Wachstums ziemlich teuer. Optisch macht ein Olivenbaum mit seinen lanzettförmigen, graugrünen, silbrig schimmernden Blättern und den eher unscheinbaren Blütenständen nicht unbedingt sehr viel daher, weshalb er als Kübelpflanze relativ selten kultiviert wird. Insbesondere bei Freunden mediterraner Pflanzen findet sich aber mitunter ein Olivenbaum wegen seines Flairs in der Sammlung. Olivenbäume werden maximal 15 m hoch (meistens viel kleiner) und wachsen fast unendlich langsam. Auf der anderen Seite werden sie ziemlich alt; mehrere hundert Jahre sind keine Seltenheit (siehe Bild oben), und auch mehr als tausend Jahre können erreicht werden. Der Stamm ist meistens nicht gerade sondern vor allem im Alter knorrig und besitzt eine hellgraue Rinde. Die eher unauffälligen, gelblichen Blüten befinden sich an Rispen und entwickeln sich auch in Mitteleuropa zu Früchten, die wegen mangelnder Sonneneinstrahlung und zu niedriger Temperatur aber eigentlich nie reif werden.
Die Papaya (Carica papaya) ist eine sehr eigenartige Pflanze. Sie bildet einen normalerweise unverzeigten, langen Stamm, der bis zu 4 m hoch werden kann. Ganz oben befindet sich das ein wenig spärliche Blattwerk mit den typischen, ledrigen Blättern, die mehrfach eingeschnitten sind und in ihrer Form entfernt an Feigen-Blätter erinnern, aber mehr Blattsegmente besitzen. Die Früchte hängen direkt am Stamm wie bei der Kakao-Pflanze und werden artenabhängig mit bis zu 5 kg Gewicht so groß, daß man kaum glaubt, daß die Pflanze mit dieser Last fertig wird. Man unterscheidet zwei Arten von Papaya: Die eher klein bleibende hawaiianische, deren relativ kleine Früchte man aus dem Obsthandel kennt, und die mexikanische, die Früchte mit bis zu 5 kg Gewicht hervorbringt. Lettere sind in Deutschland nur sehr, sehr selten erhältlich. Das Fruchtfleisch ist gelb-orange bis rosa gefärbt und besitzt keinerlei Fruchtsäuren. Darum schmeckt es pur gegessen oft wenig erfrischend. Der Saft einer Limette verwandelt diesen jedoch in einen wahren Wohlgeschmack. Die Heimat der Papaya ist Mittelamerika. Sie wird aber inzwischen in fast jedem tropischen oder subtropischen Land angebaut. |
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